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Champagne Collet "Art Déco" Extra Brut

1911 gingen sechstausend Winzer auf die Straße. Sie wollten, dass ihr Gebiet offiziell anerkannt wird. Dieser Protest, der als „Révolution champenoise“ in die Geschichte einging, führte zehn Jahre später zur Gründung von Champagne Collet. Raoul Collet und eine Gruppe von Weinbauern gründeten 1921 ihre Genossenschaft in Aÿ, einem Dorf im Herzen der Champagne. Aus dieser Rebellion entstand diese Flasche.

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Champagne Collet "Art Déco" Extra Brut
1911 gingen sechstausend Winzer auf die Straße. Sie wollten, dass ihr Gebiet offiziell anerkannt wird. Dieser Protest, der als „Révolution champenoise“ in die Geschichte einging, führte zehn Jahre später zur Gründung von Champagne Collet. Raoul Collet und eine Gruppe von Weinbauern gründeten 1921 ihre Genossenschaft in Aÿ, einem Dorf im Herzen der Champagne. Aus dieser Rebellion entstand diese Flasche. Kein schlechter Ausgangspunkt. Aÿ ist ein als Grand Cru klassifiziertes Dorf. Es liegt im Marne-Tal, wo die Kreide überall an die Oberfläche tritt und der Boden tagsüber Wärme speichert, um sie nachts wieder abzugeben. Der Art Déco Extra Brut entsteht aus einer Assemblage von Grand und Premier Crus, ausgewählt aus sieben verschiedenen Dörfern: Vertus, Ville-Dommange, Rilly-la-Montagne, Villers-Marmery, Chigny-les-Roses und Mailly-Champagne. Das Ergebnis ist ein Wein, der Champagne im weitesten Sinne des Wortes ausdrückt. Die Cuvée des Art Déco Extra Brut besteht aus 43 % Chardonnay, 42 % Pinot Noir und 15 % Meunier. Der Chardonnay bringt weiße Blüten, Spannung und Mineralität. Der Pinot Noir sorgt für Struktur und Tiefe. Der oft unterschätzte Meunier verleiht schließlich Rundheit und Geschmeidigkeit. Die Dosage ist auf das Minimum reduziert, wie es sich für einen Extra Brut gehört. Weniger zugesetzter Zucker bedeutet mehr Raum für den Wein, seine Säure und sein Terroir. Wer wirklich verstehen will, was hinter dem Etikett steckt, ist hier genau richtig. Im Glas zeigt sich der Champagne golden und brillant, mit feiner und anhaltender Perlage. In der Nase dominieren weiße Blüten und warmer Apfelkuchen. Danach folgen Röstaromen, fast wie frisch gebackenes Brot, und ein würziger Hauch von weißem Pfeffer. Am Gaumen ist er direkt. Trocken, straff, mit einer klaren Mineralität, die an nassen Stein nach dem Regen erinnert. Das Finale ist lang und salzig, getragen von einer Säure, die niemals ermüdet. Ein gut gemachter Extra Brut wird nie langweilig. Am Tisch funktioniert er hervorragend mit Austern und rohen Meeresfrüchten – ein großer Klassiker, der nie enttäuscht. Aber auch mit Safranrisotto oder einfachen gereiften Hartkäsen zeigt er sich von seiner besten Seite. Auch hier gilt… Less is More.

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