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Champagne Harlin "L'escapade" Extra Brut

Stellen wir uns einen Ort vor, an dem Sand, Lehm und Kreide nur wenige Meter voneinander entfernt nebeneinander existieren. Drei völlig unterschiedliche Böden. Drei Charaktere. Alle eingeschlossen in einer einzigen Flasche. Genau das passiert entlang der Ufer der Marne in Mareuil-le-Port.

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Champagne Harlin "L'escapade" Extra Brut
Stellen wir uns einen Ort vor, an dem Sand, Lehm und Kreide nur wenige Meter voneinander entfernt nebeneinander existieren. Drei völlig unterschiedliche Böden. Drei Charaktere. Alle eingeschlossen in einer einzigen Flasche. Genau das passiert entlang der Ufer der Marne in Mareuil-le-Port. L'Escapade von Harlin Père & Fils erzählt diese Geschichte auf die ehrlichste Weise. Die Familie Harlin bewirtschaftet seit drei Generationen Weinberge in diesem Teil der Vallée de la Marne, am linken Ufer des Flusses. Der Weinberg umfasst rund 9,5 Hektar und erstreckt sich über drei Gemeinden: Mareuil-le-Port, Épernay und Tours-sur-Marne, letzteres als Grand Cru klassifiziert. Es ist kein Zufall, dass die Cuvée L'Escapade heißt – der Spaziergang –, denn genau das tut sie vom ersten Schluck an: Sie nimmt einen mit auf eine Reise. In Mareuil-le-Port dominiert Pinot Meunier mit 77 % der gesamten Rebfläche. Kein Zufall: Diese Rebsorte liebt die lehmigen Böden der Vallée de la Marne und fühlt sich hier zuhause. L'Escapade spiegelt diese territoriale Identität wider und erweitert sie zugleich: 45 % Chardonnay, 30 % Meunier, 25 % Pinot Noir. Eine ungewöhnliche Zusammensetzung für diese Gegend, bei der Chardonnay die aromatische Führung übernimmt. Die Vinifikation erfolgt überwiegend in Edelstahl. Kühl, präzise und darauf bedacht, die Primäraromen zu bewahren. Ein kleiner Teil reift jedoch in Eichenholz – gerade genug, um Tiefe hinzuzufügen, ohne etwas zu überdecken. Hier findet auch die malolaktische Gärung statt, die die Säure abrundet und jenes Volumen am Gaumen schafft, das man deutlich wahrnimmt. Die Dosage ist niedrig, ganz im Stil eines Extra Brut. Im Glas zeigt sich ein leuchtendes Gelbgrün mit goldenen Reflexen und feiner Perlage. In der Nase zunächst weiße Blüten und Orange, dann weiße Früchte, Apfel, Birne und ein Hauch von wildem Fenchel. Am Gaumen ist der Auftakt salzig-mineralisch und direkt. Zitrusfrüchte führen das Aromenspiel an. Die Frische zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Schluck. In der Mitte des Gaumens tritt reife weiße Frucht hervor und sorgt für Balance. Das Finale ist lang, sauber und mineralisch anhaltend – und macht sofort Lust auf den nächsten Schluck. Perfekt zu rohen Meeresfrüchten: Austern, Kaisergranat oder Bernsteinmakrelen-Tatar. Hervorragend auch zu Zitronenrisotto mit Garnelen.

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