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"Sopraquota 900" 2023

Ein Wein, der auf der ganzen Welt geschätzt und ausgezeichnet wird. Ein Wein, der dort entsteht, wo Reben eigentlich kaum existieren dürften. Wir befinden uns in Cumiod di Villeneuve im Aostatal. Hier klettern die Reihen der Petite Arvine zwischen 880 und 925 Metern Höhe die Hänge hinauf. Der Boden ist hart und karg: Sand und Stein, Schiefer, Granit und Quarz.

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"Sopraquota 900" 2023
Ein Wein, der auf der ganzen Welt geschätzt und ausgezeichnet wird. Ein Wein, der dort entsteht, wo Reben eigentlich kaum existieren dürften. Wir befinden uns in Cumiod di Villeneuve im Aostatal. Hier klettern die Reihen der Petite Arvine zwischen 880 und 925 Metern Höhe die Hänge hinauf. Der Boden ist hart und karg: Sand und Stein, Schiefer, Granit und Quarz. Feine Erde gibt es kaum. Die Wurzeln graben sich tief ein, um Nahrung zu finden. Die Hänge überschreiten 50 % Gefälle, wodurch jede Arbeit im Weinberg zu echter körperlicher Anstrengung wird. Die Weinlese beginnt Mitte Oktober, wenn die Luft bereits deutlich kühler wird und die Trauben mit einem kleinen Raupenfahrzeug ins Tal gebracht werden. Die Familie Rosset gründete das Weingut 2001 mit den ersten drei Hektar in Saint-Christophe. Der Wendepunkt kam 2017, als sie beschlossen, über 900 Meter Höhe hinauszugehen und in Villeneuve Petite Arvine anzupflanzen. Der Weinberg war ursprünglich Ende der neunziger Jahre von einem Schweizer Unternehmer als Wette auf den alpinen Charakter dieser Rebsorte angelegt worden. Rosset nahm diese Herausforderung an – und gewann. Heute ist Sopraquota das Symbol des Weinguts und zugleich einer der bekanntesten Weißweine des Aostatals. Im Keller werden die Trauben in vier Partien aufgeteilt und unterschiedlich verarbeitet: ein Teil in Amphoren, ein Teil in Tonkrügen, ein Teil in Barriques und der Rest in Edelstahltanks. In Amphoren und Krügen erfolgt eine Maischestandzeit auf den Schalen. Im Holz findet zusätzlich die malolaktische Gärung statt. Vor all dem sorgt eine kalte Maischestandzeit dafür, den Prozess zu verlangsamen und Aromen zu extrahieren, ohne die Frische zu verlieren. Nach etwa einem Jahr werden die einzelnen Partien wieder vereint. Das Ergebnis? Im Glas zeigt sich ein strohgelber Wein. In der Nase weiße Blüten, Grapefruit und Limettenschale. Danach etwas Tieferes: reife tropische Früchte und ein mineralischer Hauch, der an nassen Stein erinnert. Am Gaumen trocken und straff. Die Salzigkeit ist das Erste, was auffällt. Danach folgt die Mineralität, klar und langanhaltend. Das Finale ist persistent und zitrisch geprägt. Am Tisch passt er hervorragend zu Süßwasserfisch, Krustentieren oder Lachsforelle. Ebenso ausgezeichnet zu halbfesten Almkäsen wie Fontina DOP aus dem Aostatal.

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